Erfolge beim Schnellschach in Niederbrechen

Am Sonntag, 03.08.15, fand im Vereinsheim des SK Niederbrechen das diesjährige
Schnellschachturnier der Altersklassen U8 bis U12 statt. Bei gutem Wetter kamen mit insgesamt 23
Teilnehmern wieder mehr Jugendliche zum Turnier, als im Jahr davor. Gespielt wurde mit 15 Minuten
Bedenkzeit pro Spieler und Partie und 7 Runden Schweizer System. Dabei werden von einem
Computerprogramm jeweils punktgleiche Spieler gegeneinander gelost. Dabei spielten die Altersklasse
U8 und U10 zusammen in einer Gruppe mit getrennter Wertung am Ende und die U12 in einer eigenen
Gruppe. Mit oftmals guten Chancen auf beiden Seiten des Brettes fanden viele spannende Partien statt.
In der U8 konnte sich am Ende Tiago Streubel (Löhnberg) mit 4,5 Punkten vor Friedrich Schönborn
(Diez/Niederneisen) und Jonas van der Burg (Limburg) den 1. Platz auf dem Treppchen sichern. In der
U10 erkämpfte sich Nils Lehmann (Limburg) ungeschlagen mit 7 Punkten den Spitzenplatz vor Carl
Schönborn (Diez/Niederneisen) und Benjamin Täger (Limburg). Ebenfalls ungeschlagen mit 7 Punkten
gewann Florian Lesny (Niederbrechen) in der U12 vor Jannis Reinhard (Limburg) und Noah Heimann
(Diez/Niederneisen). Nach ungefähr 4 Stunden war das Turnier nach einem reibungslosem Ablauf mit
der Siegerehrung und der Verteilung von Pokalen, Medaillen und Urkunden beendet.
Ranglisten und Gruppenbild:

SV „Lahn“ Limburg muss jetzt punkten

 

In der Verbandsliga Nord wurde am vergangenen Sonntag bereits die sechste Runde der Saison gespielt. Nachdem die Mannschaft SK Niederbrechen I mit zwei Niederlagen startete, läuft jetzt alles wieder nach Plan. Vier Siege in Folge können sich sehen lassen. Nicht zuletzt ist der deutliche Sieg gegen den Tabellenführer Gießen II verantwortlich für Euphorie und das nötige Selbstbewusstsein für die übrigen Spiele. Ebenfalls deutlich fiel der Sieg gegen das Team aus Steinbach am vergangenen Sonntag aus. Am Ende des Wettkampfes stand es 5,5 : 2,5 für das Team aus Niederbrechen und es ist ein guter vierter Tabellenplatz zu erwähnen. Die Einzelergebnisse: SC Steinbach I - SK Niederbrechen 1948 I 2,5:5,5 Weil, Volker - Henrich, David ½:½; Heck, Stefan - Meffert, Matthias 0:1; Schaper, Björn - Schupp, Tobias 0:1; Weil, Michael - Römer, Torsten 0:1; Wagner, Andreas - Garzinsky, Dominik ½:½; Hrubesch, Andreas - Branowski, Mieczyslaw Wiliam ½:½; Hörner, Rolf - Egenolf, Dirk 0:1; Schulze, Manfred - Lesny, Florian 1:0. In der Landesklasse West ist die Mannschaft SK Niederbrechen II auf dem Weg zum Klassenerhalt. Nach zuletzt zwei Siegen in Folge ist dieses Ziel in greifbarer Nähe. Der Sieg gegen Braunfels und der Überraschungserfolg gegen den Aufstiegsfavorit Biebertaler Schachfreunde lassen optimistisch in die Zukunft blicken. Zur Zeit steht der SK auf dem vierten Tabellenplatz. Die Einzelergebnisse: Biebertaler Schachfreunde I - SK Niederbrechen 1948 II 3:5 Damm, Nils - Rudolph, Lukas ½:½; Barth, Andreas - Beinrucker, Clemens ½:½; Roeberg, Frank - Götz, Andreas 1:0; Liez, Franziska - Henrich, Heinz 0:1; Kubens, Viktor - Kremer, Andre ½:½; Krastev, Alexander - Beinrucker, Markus 0:1; Michel, Stephan - Kautz, Thomas ½:½; Krastev, Ivan - Klapper, Andreas 0:1. Der SC „Rochade69“ Diez hat weiterhin einen schweren Stand. Aktuell steht das Team aus Diez auf dem neunten Tabellenplatz. Ein klarer Sieg gegen den SV „Lahn“ Limburg war zu Beginn des Spiel nicht zu erwarten, dennoch konnte die Mannschaft aus Limburg nicht ihrer Favoritenrolle gerecht werden. Das 6:2 für Diez war eine große Überraschung und es wurde gehofft, dass es der notwendige Befreiungsschlag sein könnte. Leider war es der Mannschaft aus Diez nicht gelungen an diesen Erfolg anzuschließen; gegen SJ Herborn konnte nur eine achtbare 2,5:5,5 Niederlage erreicht werden. Sehr schade ist es, dass der SC zuhause zwei Bretter frei lassen musste und es zu Beginn bereits 0:2 stand. Die Einzelergebnisse: SC "Rochade 69" Diez e. V. I - SJ Herborn 1998 I Ries, David - Tornay Gomez, Josu 0:1; Höhler, Robin - Hahn, Florian ½:½; Schöber, Sebastian - Hebbering, Tom Elliot -:+; Schneider, Rupert - Sancar, Kenan ½:½; Vogt, Michael -Blaschke, Tobias -:+; Pasch, Elmar - Bietz, Fabian ½:½; Pilz, Stefan - Kempfer, Justus 0:1; Müller, Mark - Claus, Simon Martin 1:0. Der SV „Lahn“ Limburg ist durch ein Formtief auf den letzten Tabellenplatz abgerutscht. Nach der Niederlage gegen den SC aus Diez musste das Limburger Team gegen die Schachfreunde Erbach antreten. Gegen die ebenfalls abstiegsgefährteten Schachfreunde wollte man die notwendigen Punkte für den Klassenerhalt holen, doch es kam ganz anders. Durch den Einsatz vieler Ersatzspieler kann nicht immer auf das ganze Potenzial zugegriffen werden und so kam es zu einer sehr bitteren 1:7 Niederlage. Die Einzelergebnise: SV Lahn Limburg I - Sfr.Erbach I 1:7 Weisser, Wolfgang - Elkmann, Janek 0:1; Leck, Jakob - Marzahn, Heiko 0:1, Täger, Torsten - Aßmann, Hendrik 0:1; Herrmann, Markus - Becker, Wladimir 0:1; Leck, Gerrit - Pauly, Markus 0:1; Golz, Manuel - Launert, Martin 1:0; Schindler, Viktor - Althoff, Guntram 0:1; Meiser, Nicolas - Elkmann, Reinhard 0:1. Nun gilt es für die übrigen drei Spiele möglichst viele Punkte zu erspielen, um die Abstiegsplätze noch zu verlassen, bzw. eine gute Platzierung zu festigen. Am 01.März sind die Mannschaften wieder an den Brettern zu sehen. Auf spannende Partien und großes Schach darf sich gefreut werden.

Niederbrechen I holt sich den Pokal

Nach drei Ausscheidungsrunden im K.O.-System hatten sich die beiden Schach-Teams von Niederbrechen I und Niederbrechen II für das Endspiel um den Bezirkspokal für Vierermann-schaften qualifiziert. Niederbrechens Erste hatte Pokalverteidiger Limburg I im Halbfinale mit 3,5:0,5 Punkten niedergerungen und die Zweite hatte sich mit dem gleichen Ergebnis gegen Lindenholzhausen II schadlos gehalten.

Wer aber von den zahlreichen Zuschauern im Vereinsheim des SC meinte, das Finale hätte den Charakter eines Freundschaftsspiels, sah sich alsbald eines Besseren belehrt. Jeder Spieler wollte gewinnen und so zog sich die Entscheidung an den Brettern auch über fünf Stunden hin. Beide Quartette konnten nicht in der gemeldeten Besetzung antreten und mussten ihre Mannschaften umgruppieren.

Am vierten Brett saßen sich die beiden Routiniers Andreas Klapper und Thomas Schupp gegenüber.  Nach dem zügigen Abtausch der meisten Figuren wickelten die Kontrahenten rasch in ein Endspiel mit ungleichfarbigen Läufern ab. Hier konnte Klapper trotz aller Bemühungen und eines Mehrbauern keinen Vorteil erringen und so endete die Partie nach Zugwiederholung mit Remis (0,5:0,5).

An Brett drei ging es deutlich hitziger zu. Hier beharkten sich die beiden Youngster Markus Beinrucker und Lukas Rudolph mit offenem Visier. Mit sehenswertem Offensivschach versuchten sie jeweils ihren Gegner ins Straucheln zu bringen. Schließlich gab Beinrucker einen Läufer für zwei Bauern her und konnte damit soviel Druck auf den Königsflügel seines Gegenübers ausüben, dass das Matt nicht mehr zu verhindern war (1,5:0,5).

Vorsichtige Strategie und ruhiges Positionsspiel war das Motto an Brett zwei. Hier rauchten die Köpfe der beiden Verbandsligakollegen David Henrich und Torsten Römer. Die Form-kurve Henrichs, als jüngstem Mitglied der ersten Mannschaft, zeigt derzeit steil nach oben.

Der erfahrene Römer hatte kürzlich zum dritten Mal in Folge die Langschachmeisterschaft

des SK Niederbrechen nach Stichkampf gegen André Kremer (ein Novum) für sich entschieden. Nach langem Hin- und Her gelang es dem Nachwuchspieler, den Entwicklungs-rückstand seines Gegners auszunutzen und ihn zur Aufgabe zu zwingen (2,5:0,5).

Am Spitzenbrett sah sich Tobias Schupp als nominell stärkster Spieler des SK den heftigen Attacken des gut aufgelegten Mannschaftsführers Dirk Egenolf ausgesetzt. Dabei rückte dieser mit den weißen  Bauern und Türmen am Damenflügel so weit vor, dass jeder mit einem Überraschungssieg gegen den angehenden Fidemeister rechnete. Doch Schupp gelang es, sich mit geschickten, taktischen Manövern aus dem Würgegriff zu befreien und einen Gegenan-griff einzuleiten der zum Sieg führte (3,5:0,5).

Somit behielt Niederbrechen I unerwartet deutlich die Oberhand und sicherte sich den Pokal des Bezirks Lahn IX. Beide Teams sind nun für den Hessenpokal qualifiziert, der im Juli beginnt.